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Zwei Menschen die jeder kennen sollte

Foto Dr. Demis Hassabis
Dr. Demis Hassabis, Credit: Debby Wong/Alamy Live News

Sie sind in gewisser Weise „die Albert Einsteins der Gegenwart“. Es ist absehbar, dass ihr Einfluss auf die Zukunft der Welt enorm sein wird. In Fachkreisen sind sie hochgeschätzt. Doch für die meisten Menschen sind sie noch völlig unbekannt. Beide beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit Intelligenz und Technologie. Es geht um Dr. James V. Hardt und Dr. Demis Hassabis.

Intelligenz verstehen

Dr. Demis Hassabis, britischer KI-Forscher, Neurowissenschaftler und Mitgründer des Unternehmens DeepMind Technologies, gehört definitiv zu einer der führenden KI-Forscher in der ganzen Welt.

Dr. Hassabis und sein Team arbeiten daran, menschliche Intelligenz tiefer zu verstehen, um künstliche Intelligenz (KI) zu erschaffen, die selbstlernend ist. Dabei geht es um die Erschaffung starker KI, die also wie Menschen in übergreifenden Gebieten eingesetzt werden kann. Die Mission von Dr. Hassabis ist es, KI zu erschaffen, die der Menschheit dabei hilft alle anderen Probleme zu lösen.

Dabei ist für Dr. Hassabis der Gedanke des Nobelpreisträgers Richard Feynman ein großer Motivator bei der KI-Entwicklung : „Was ich nicht erschaffen kann, das kann ich nicht verstehen.“  

Das globale Gehirn

Foto Dr. James Hardt
Dr. James V. Hardt, Biocybernaut Institute

Dr. James V. Hardt, US-amerikanischer Physiker, Psychologe und Psychophysiologe, dagegen unterstützt Menschen durch fortschrittliche Technologie ihre Intelligenz und ihr Bewusstsein zu erhöhen. Die Mission von Dr. Hardt ist ein verknüpftes Bewusstsein aller Menschen, ein Superbewusstsein, ein globales Gehirn. Eine Evolution hin zu einem höheren Grad von Ganzheit.

In seinem Buch „Die Kunst des intelligenten Denkens“ zitiert er Peter Russell: „Welchen Weg wir wählen, ist uns überlassen, den ‚Neuronen’ des globalen Gehirns. Fahren wir fort, uns als getrennte Individuen zu betrachten, jeder auf sich gestellt mit seinen eigenen Interessen? Oder können wir uns als Teil eines großen Ganzen verstehen, einer aufstrebenden Menschheit in ihrer vollen Blüte? Es ist unsere Wahl.“

Dr. James V. Hardt gründete 1983 das Biocybernaut Institut und hat über 40 Jahre Erfahrung in Forschung und klinischer Praxis im Neurofeedback-Gehirnwellentraining. Was kann man unter Neurofeedback-Gehirnwellentraining verstehen?

Gehirnwellen und Neurofeedback-Training

Der deutsche Arzt Hans Berger stellte 1924 fest, dass das menschliche Gehirn elektrische Wellen aussendet, da es ein elektrochemisches Organ ist. Seine Elektrizität wird in Gehirnwellen gemessen. Nach dem heutigen Stand gibt es fünf Kategorien von Gehirnwellen: 

Gamma-Gehirnwellen (100-38 Hz oder Zyklen pro Sekunde)
Gammawellen wurden später entdeckt als die anderen Gehirnwellen, und über sie ist noch wenig bekannt. Sie wurden in Zuständen von Höchstleistung (körperlicher und geistiger) beobachtet, bei einem hohen Grad von Fokussierung und Konzentration und während mystischer und transzendentaler Erfahrungen. Eines der herausragenden Merkmale von Gammawellen ist die Synchronisation ihrer Aktivität in weiten Teilen des Gehirns.  

Beta (13-40 Hz)
Betawellen sind die schnellsten Gehirnwellen und stehen in Verbindung mit unserem Wachbewusstsein. Unsere Aktivitäten im Alltag verrichten wir normalerweise im Betazustand. 

Alpha (8-13 Hz)
Alphawellen sind langsamer und tauchen bei Entspannung auf (leichte Meditation, Tagträumen, Ruhe, Zeit in der Natur etc.). Fehlt diese Alpha-Aktivität über einen längeren Zeitraum, kann das ein erstes Signal für Sorge, Stress und Krankheit sein.

Theta (4-8 Hz)
Thetawellen sind noch langsamer und sind verbunden mit dem ersten Schlafstadium, Träumen, tieferer Meditation etc. Menschen sind in Theta „hyper-beeinflussbar“. Sie sind außerdem fähig, enorme Mengen an Stoff in sehr kurzer Zeit zu lernen. Theta
ist der Zustand, in dem „Superlearning“ angesiedelt ist.

Delta ( ½ – 4 Hz)
Deltawellen sind sehr langsam und treten vorwiegend in der Tiefschlafphase auf. Einige wenige Menschen (wie z.B. Zen-Mönche) können ihr Bewusstsein auch dann aufrechterhalten, wenn sie in Delta sind. Ein wacher Deltazustand wird auch mit mystischen Kräften in Verbindung gebracht.

Beim Neurofeedback-Gehirnwellentraining wird das Gehirn an EEG Elektroden angeschlossen und sobald das Gehirn im meditativen Zustand Alphawellen produziert, bekommt der Teilnehmer über Lautsprecher ein Feedback. Je mehr Alphawellen im Gehirn hergestellt werden, desto lauter der Feedbackton, was dazu führt, dass das Gehirn mehr Alpha herstellt.

Positive Wirkungen des Gehirnwellentrainings

Auf diese Weise lernt das Gehirn in kürzester Zeit die so wichtigen Alphawellen bewusst herzustellen. Das patentierte Training des Biocybernaut Institut beweist auf wissenschaftlicher Basis, dass die Arbeit mit Gehirnwellen den IQ erhöht, die Kreativität um 50% ansteigt, von Ängsten und Depressionen befreit, Spitzenleistung fördert, den Alterungsprozess verzögert, Freude steigert etc.

Und nach nur 7 Tagen Alpha-Training zeigen die Gehirnwellen der Teilnehmer ein ähnliches Muster wie die Gehirne von Zen-Mönchen, die 21-40 Jahre meditiert haben.

Ein 7-Tage Alpha-Training im Biocybernaut Institut kostet aufgrund der aufwendigen Technik und dem durch intensives Coaching unterstützten Prozess ca. 15.000 Euro und ist somit für die meisten Menschen momentan unbezahlbar.

Meditation ist viel mehr als nur Stressbewältigung

Doch ähnlich positive Effekte lassen sich auch mit regelmäßiger Meditation erzielen (IQ-Steigerung, Traumata-Heilung, Steigerung der Kreativität etc.). Es ist mehr Zeit dafür erforderlich, aber dafür jedem zugänglich. Aus diesem Grund ist Meditation nicht nur eine Art der Stressbewältigung, sondern beeinflusst positiv und tiefgreifend unsere Gehirnwellen und damit unsere Intelligenz, unser Bewusstsein und geistige und körperliche Gesundheit.

Fortgeschrittene Technologie um das Potenzial der Menschen zu bergen

Dr. Hardt schreibt ebenfalls in seinem Buch, dass er 3 Programme entwickelt hat, die fertig ausgearbeitet sind, und auch für Menschen mit geringem Einkommen zugänglich wären und auf Investoren und ihre Umsetzung warten:

1.) Programm für eine Vielzahl von Menschen, die in 2 Bereiche gegliedert sind (das Heilen von Störungen und die Förderung von Talenten). Dieses Programm schließt die Behandlung von Menschen mit Drogen- und Alkohol-Problemen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen etc. ein und Menschen, deren Talente größtenteils noch unentwickelt im Unterbewusstsein liegen.

2.) Programm für Schlüssel-Persönlichkeiten: Menschen, die in unserer Gesellschaft als Führungspersönlichkeiten fungieren, z.B. in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Medien, Militär etc. Laut Dr. Hardt, führen viel zu viele von diesen Schlüssel-Persönlichkeiten aus einer Haltung der Not, Angst und Gier heraus. Nach einem Alpha-Training, würden sie mehr aus einem Gefühl von Mitgefühl, Verständnis und Vergebung heraus agieren. Sie hätten immer noch ihr Wissen und ihre einflussreiche Position. Doch sie könnten auf ein erhöhtes geistiges Potenzial zugreifen und damit durch ihre machtvolle Position schnelle positive Veränderungen einführen.

3.) Programm für Delta-Force-Menschen: Menschen, deren Hauptanliegen das ‚Wohl der vielen ist’ und die im Deltazustand wach bleiben können.

Es klingt, als wäre die Zeit für solch fortgeschrittene Technologie gekommen. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Vom Schachspiel zum KI-Unternehmen

Dr. Demis Hassabis startete mit 4 Jahren das Schachspiel. Bereits als Kind beschäftigte ihn das Thema Intelligenz: Wie ist es möglich, dass das Gehirn auf Ideen, auf Schachzüge kommt, die ihn gewinnen ließen, fragte er sich. Mit 8 Jahren startete er mit dem Programmieren, mit 13 erreichte er einen Meisterstand im Schachspiel, mit 17 Jahren schrieb er das KI-Videospiel Theme Park, was den Spieler seinen eigenen Disney-Park gestalten ließ.

Die Laufbahn von Dr. Hassabis setzt sich so erfolgreich fort. Er ging zurück an die Universität, machte seinen Doktor in kognitiver Neurowissenschaft um das menschliche Gehirn besser zu verstehen und um Inspiration für neue KI Algorithmen zu finden. 2010 wurde er Mitgründer des Unternehmens DeepMind, welches 2014 von Google gekauft wurde. Doch das Unternehmen hat seinen Sitz weiterhin in London.

Das ideale Spielfeld

Damit kann das Unternehmen auf all die Ressourcen (Daten und Finanzkraft) von Google zugreifen, muss keine große Gewinne einfahren, kann sich ganz der KI-Forschung widmen und hat gleichzeitig einen sicheren Abstand zum Mutterkonzern. Die ideale Spielwiese für KI-Forscher. Doch Abstand bedeutet nicht Unabhängigkeit.

Es ermöglicht auf jeden Fall ein Spielfeld, welches auch die Software AlphaGo hervorbrachte, die den besten Go-Spieler der Welt übertrumpfte. Aus DeepMind ging ebenfalls die selbstlernende KI-Software AlphaGo Zero hervor, welches auf menschliche Hilfe nicht mehr angewiesen ist und viel schneller und effizienter ohne menschliche Hilfe lernt. Wenn man Dr. Hassabis über KI und Intelligenz sprechen hört, dann ist seine herausragende Kompetenz und seine Begeisterung für dieses Feld sofort spürbar.

KI Ethik-Rat

Doch es geht hier um weit mehr als Brett- und Videospiele. Dr. Hassabis befindet sich ganz Vorne bei der Entwicklung einer Technologie, die Einfluss auf die ganze Welt haben wird. Damit einhergeht auch das Thema Sicherheit und Ethik hinsichtlich KI.

Dr. Hassabis ist sich dessen sehr bewusst. Er war auch ein Hauptinitiator der 2016 gegründeten Organisation Partnership on AI, in der die großen westlichen KI-Forscher eine offene Plattform bieten wollen und sich als KI Ethik-Rat präsentieren.

Ängste um KI

Allerdings sagte Dr. Hassabis 2015 bei der Fragerunde eines seiner Vorträge in der Royal Television Society, dass einige Besorgnisse die nach Science-Fiction klingen, vor allem von Philosophen und Wissenschaftler aus anderen Bereichen zu hören seien. Tatsache ist jedoch, dass viele Wissenschaftler, die mit KI arbeiten ihre Stimme besorgt erheben, wie Bill Gates, Elon Musk, Stuart Russell etc.

Hinzu kommt, dass KI alle Menschen betreffen wird. Deshalb ist es essentiell, dass nicht nur ein kleiner Kreis über dieses Thema informiert ist, sondern eine demokratische und ethische Einflussnahme der Bevölkerung möglich ist. Dieses ist jedoch nur durch Aufklärung und offenen Diskussionen möglich, in denen Ängste adressiert werden dürfen und nicht als Science-Fiction abgewertet werden. Denn aus der Psychologie wissen wir, Ängste die nicht angeschaut und stattdessen unterdrückt werden, führen bei Menschen unnötigerweise zu vermehrter Angst.

Was hat E=mc² mit KI zu tun?

Einsteins Entdeckung der Äquivalenz von Masse und Energie, die berühmte Formel E=mc², war eine entscheidende theoretische Voraussetzung für die Entwicklung der Atombombe.

Albert Einstein war zeitlebens ein überzeugter Pazifist, und trotzdem hatte er sich 1939 bei Präsident Roosevelt für den Bau der Atombombe eingesetzt, aus der Befürchtung heraus, Deutschland könnte sie im 2. Weltkrieg einsetzen.

Einstein soll „Oh, weh“ gesagt haben, als er vom Abwurf der Atombombe hörte. Zehn Jahre später, am 9. Juli 1955, veröffentlichte er gemeinsam mit dem Philosophen Bertrand Russell die berühmte Erklärung, in der er vor den Gefahren eines Krieges mit Nuklearwaffen warnte.

KI wird wahrscheinlich eines Tages eine vergleichbare, wenn nicht noch größere Kraft, als die Atombombe darstellen. Deshalb könnten so geniale KI-Forscher wie Dr. Hassabis evtl. auch eines Tages in eine ähnliche Lage wie Albert Einstein geraten.

Hoffen wir, dass die Menschheit bis zu solch einem Zeitpunkt zu einem höheren Grad von Bewusstsein gelangt sein wird und wir uns nicht mehr als getrennte Individuen betrachten, sondern als Teile eines Ganzen, als ‚Neuronen’ eines globalen Gehirns.

 

 

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