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Warum Systeme die auf Korruption beruhen abgelöst werden

Ross Findon on Unsplash

Schwindelerregend ist das Tempo mit der die Evolution sich gerade weiter entwickelt und das in allen Bereichen. Tatsächlich entwickelt sich nicht nur die Technik mit exponentieller Geschwindigkeit weiter sondern auch das Bewusstsein der Menschen. Das macht die Situation für niemanden einfach, da jeder die Auswirkungen spürt, sowohl als Privatperson als auch im beruflichen Kontext, und einen Umgang damit finden muss.

Wandel für alle und überall

Darunter fallen rapide politische, gesellschaftliche und technische Veränderungen, permanente Umstrukturierungen in Unternehmen, Informationsfluten von allen Seiten und Herausforderungen die auf physischer, psychischer, zwischenmenschlicher und spiritueller Ebene verstärkt auftreten können. Hier besteht die Herausforderung den Wandel als eine Konstante anzunehmen und ihn nicht als Bedrohung anzusehen. Das Leben hat schon immer Wandlung bedeutet, doch nun geschieht dieser Wandel in einer noch nie dagewesenen Taktung. Willkommen im 21. Jahrhundert.

Illegale Verstrickungen die ans Tageslicht kommen

Diese enorm schnellen Veränderungen führen auch dazu, dass Bürger alte Systeme bewusster und kritischer als früher hinterfragen. Zunehmend mehr Menschen glauben nicht mehr bedenkenlos die Informationen die sie von Regierungen, Parteien, Presse, Kirche, Unternehmen und Organisationen erhalten. Ihr Gerechtigkeitsempfinden wird immer feiner. Illegale Machenschaften wurden und werden unweigerlich immer mehr aufgedeckt, wie beispielsweise der Facebook Skandal im Zusammenhang mit Cambridge Analytica, der in der Konsequenz die Schließung von Cambridge Analytica nach sich zog oder der Harvey Weinstein Skandal, der zur MeToo-Bewegung führte und das Verhältnis von Männern und Frauen in Machtstrukturen neu zur Diskussion stellt.

„Spreche nicht, weil es sicher ist, sondern weil es richtig ist.“

Hinzu kommt, dass nach den Enthüllungen von Edward Snowden die Bürger auch ihr Vertrauen in die Geheimdienste weitgehend verloren haben und sie ihnen mehr oder weniger so ziemlich alles zutrauen. Irritierend ist für viele Menschen weltweit nach wie vor, dass sich von den demokratischen Staaten einzig Russland dazu bereit erklärt hatte Snowden Asyl zu gewähren, obwohl sich Snowden mit seinen Enthüllungen weltweit für Menschenrechte einsetzt und dafür seine persönliche Freiheit und sein Leben aufs Spiel gesetzt hat.

Auch hier zeigt sich eine Kluft zwischen der Wahrnehmung von Regierungen und den Bürgern. Während er von der amerikanischen Regierung als Staatsfeind angesehen wird und die meisten Staaten sich nicht getraut haben ihm Asyl zu gewähren, gilt er für viele Menschen weltweit als Held, weil er die Meinungsfreiheit, wie es in demokratischen Verfassungen steht, ernst genommen hat.

„Spreche nicht, weil es sicher ist, sondern weil es richtig ist“, erinnert Edward Snowden als angeheftetes Statement in seinem Twitter-Account. Doch die Hauptfrage die sich hier stellt, ist, weshalb ist es nicht sicher in einem demokratischen Staat die mit Beweisen belegte Wahrheit auszusprechen, seine Meinung frei zu äußern, wo die Meinungsfreiheit doch eine der Hauptsäulen der Demokratie darstellt?

Eine Flut die sich nicht mehr stoppen lässt

In solch gewaltigen evolutionären Veränderungsphasen sind Enthüllungen wie eine Flut die sich nicht mehr stoppen lässt. Daher können weltweite Regierungen, Geheimdienste und Konzerne davon ausgehen, dass es noch weitere Enthüllungen geben wird, die von unerwarteter Seite kommen werden. „Das Wasser und das Volk kann man nicht zurück halten“, heißt es in einem toscanischen Sprichwort.

Wichtigkeit von Medien die sich Wahrheit als oberstes Ziel setzen

Durch Social Media, die einen Informationsfluss ermöglichen der fast ohne Zeitverzögerung stattfindet, und Presse-Berichterstattungen die sich als einseitig oder falsch herausgestellt haben, hat auch die Presse massiv an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Hatte die Presse früher noch das volle Vertrauen der Öffentlichkeit, schweben nun die Worte Fake News stets wie ein Damoklesschwert über den Berichterstattungen. Die Medien haben dadurch definitiv an Macht verloren. Doch um Macht sollte es bei der Presse auch nicht gehen, sondern um das Abbilden der Wahrheit soweit als möglich.

Das Positive an der Medienkrise ist der Umstand, dass die Bürger angeregt werden mehr selbständig zu denken. Dadurch werden wir stärker in die Verantwortung genommen selbst mehr zu recherchieren, zu reflektieren, zu eigenen Schlussfolgerungen zu kommen und nicht einfach die angebotenen Meinungen der Medien zu übernehmen.

Doch in einer Welt in der künstliche Intelligenz bereits in der Lage ist und verstärkt sein wird, Fake News Geschichten zu schreiben und Menschen über Social Media zu manipulieren, werden Medien, die sich Wahrheit als oberstes Ziel gesetzt haben, von enormer Bedeutung sein.

Authentisches Image ist wichtiger denn je

Auch immer mehr Unternehmen werden sich bewusst, dass ihr Image maßgeblich darüber entscheidet und entscheiden wird, ob sie für junge Arbeitnehmer zukünftig noch interessant sein werden. Besonders für die Millennials stehen Macht und Geld nicht im Vordergrund wenn es um ihre Arbeitsplatzwahl geht. Eine viel wichtigere Rolle spielt für sie die Frage nach dem Sinn ihrer Arbeit – ob und welchen positiven Einfluss sie mit ihrer Zeit und ihrer Energie zu dieser Welt beitragen.

Auf einer internationalen Leaders Conference fragte eine Führungskraft die Teilnehmer in den Veranstaltungsraum hinein: „Wer hier möchte für eine unverantwortliche Firma arbeiten?“ Um es aufzuklären, es gab niemanden der „hier“ gerufen hatte. Mehrere Unternehmen berichteten zudem, dass sie sich regelmäßig öffentlich und vor Studenten rechtfertigen müssen, inwieweit sie nachhaltig arbeiten und ob ihr Unternehmen der Umwelt schadet bzw. ob und wie sie Umweltschäden vermeiden.

Auf Frieden ausgerichtet

Wenn es um die Themen Krieg und Terrorismus geht dann haben die Bürger dafür sicherlich am wenigsten Verständnis. Am meisten sehnen sich die Menschen nach Frieden und nach Regierungen die in der Lage sind Frieden herzustellen bzw. in der Lage sind Schutz und Frieden aufrechtzuerhalten ohne neue Kriege zu schüren und auszulösen. Kriege werden als nicht mehr zeitgemäß angesehen um Konflikte zu lösen und sogenannte Terroristenkriege wie in Afghanistan und im Irak werden von den Bevölkerungen nicht mehr akzeptiert. Denn Kriege generell haben über Jahre und Jahrzehnte hinweg gezeigt, dass es den Terrorismus wie ein Lauffeuer anschürt anstatt ihn zu stoppen.

Kriege sind nicht mehr zeitgemäß

Hinzu kommt, dass es für die Leute augenscheinlich und offensichtlich ist, dass es Unternehmen und Gruppen gibt, die durch Krieg und Chaos Geld verdienen und zwar sehr viel Geld, wie beispielsweise Rüstungskonzerne, Waffenschmuggler, Drogendealer, Menschenhändler etc. Für Bürger ist es jedoch nicht mehr nachvollziehbar, dass ihre Steuergelder in Kriege fließen die Leid und Elend verursachen bzw. aufrechterhalten, nur weil es dafür Branchen und Lobbyisten gibt.

Es ist eine Sache Militärausgaben für den nationalen Schutz und die Verteidigung zu finanzieren. Doch es ist eine ganz andere Sache, dass sich einige NATO Länder unter Druck setzen lassen um mit Steuereinnahmen die Militärausgaben weiter zu erhöhen.

Betrachtet man die Zahlen des Internationalen Instituts für strategische Studien (ein britisches Forschungsinstitut auf dem Gebiet der internationalen Beziehungen und Strategischer Studien), ist ersichtlich, dass die Militärausgaben der USA jährlich 700 Milliarden US-Dollar betragen. Auch in Deutschland stiegen die Rüstungsausgaben 2017 um 3,5 Prozent auf 44,3 Milliarden US-Dollar (36,7 Milliarden Euro). Weltweit ist Deutschland nach Sipri-Daten damit das Land mit den neunthöchsten Rüstungsausgaben.

Das gesamte Verteidigungsbudget der NATO beträgt rund eine Billion US-Dollar.

Zum Vergleich, mit jährlichen Ausgaben von 239 Milliarden Euro, könnte bis 2030 die weltweite Hungersnot beendet werden. „Ich persönlich finde, das ist ein relativ geringer Preis für ein Ende des Hungers,“ sagte Graziano da Silva der Generaldirektor der Welternährungsorganisation FOA, dem Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung. Doch wenn es im Verhältnis solch ein geringer Preis ist den Welthunger zu beenden, weshalb investieren unsere Regierungen das vorhandene Geld nicht in die Beseitigung des Welthungers? Sollten die Bedürfnisse des Volkes nicht die oberste Priorität haben?

Alle Macht geht vom Volke aus

Dieser Grundgedanke bildet das Fundament jeder Demokratie. Weshalb geht alle Macht vom Volke aus? Ohne Volk gibt es keinen Staat, keine Wirtschaft, keine Arbeiter, keine Steuern, keine Infrastrukturen und auch niemanden über den regiert werden kann. Regierungen die das nicht anerkennen und das Volk ihrer Macht berauben, halten fremde Macht in ihren Händen, Macht die ihnen nicht zusteht.

Ursprung der Demokratie

Das wussten bereits die Griechen vor über 2.500 Jahren, denn die Demokratie hatte ihren Ursprung in Athen. Das Wort Demokratie bedeutet aus dem Griechischen übersetzt – (demos) Volk und (kratía) Herrschaft = Volksherrschaft. Es drückt den Gedanken aus, dass in einer entwickelten Gesellschaft, alle „Macht“ vom Volke ausgehen sollte. So offensichtlich diese Tatsache  ist, so verblüffend ist es ebenfalls, dass über tausende von Jahren hinweg alle Macht ausschließlich in den Händen von Königen, Aristokraten und Priestern lag.

So endete auch die Demokratie in Athen wieder nach 200 Jahren, als Alexander der Große von Mazedonien 338 v. Chr. die Stadt eroberte und Athen Teil des mazedonischen Königreichs wurde.

Was macht eine demokratische Regierung aus?

Im 17. Jahrhundert griff  der englische Arzt und Philosoph John Locke den demokratischen Gedanken wieder auf und schrieb: „Die Macht kann nicht von einem Herrscher ausgehen, sondern nur vom Volk.“

John Locke beeinflusste mit seiner politischen Philosophie die Verfassung der Vereinigten Staaten, die Verfassung des revolutionären Frankreichs und die meisten Verfassungen liberaler Staaten. Locke argumentierte, dass eine Regierung nur dann legitim sei, wenn sie die Zustimmung der Regierten besitzt und die Naturrechte Leben, Freiheit und Eigentum beschützt. Werden diese Bedingungen nicht erfüllt, hat das Volk das Recht auf Widerstand gegen die Regierenden.

Somit hat jede demokratische Regierung sich per Gesetz dazu verpflichtet das Leben, die Freiheit und das Eigentum seiner Bürger zu schützen und unter anderem Meinungsfreiheit, Schutz der Menschenwürde und Gleichheit vor dem Gesetz zu gewährleisten. Das erfordert eine regelmäßige Selbstreflektion der demokratischen Regierungen inwieweit sie das erfüllen. Und die nichtdemokratischen Staaten sollten sich dessen bewusst sein, dass sie ihr Volk stets nur für eine beschränkte Zeit ihrer Macht berauben können.

Heute  gelten weltweit 87 von 194 Staaten als demokratisch geführt, das sind 45 Prozent, also noch nicht einmal die Hälfte aller Staaten. Somit hat das Volk nicht überall die Macht, also die Wahlfreiheit, damit ist der Weg der Demokratie noch längst nicht zu Ende.

Doch da die Menschheit stets aufmerksamer und feinfühliger hinsichtlich Ungerechtigkeiten wird, ist es nur eine Frage der Zeit, bis jene Systeme die auf Unterdrückung und Korruption beruhen, abgelöst werden.

Denn Alle Macht geht vom Volke aus!!

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